Jedes Jahr gibt es einen neuen Trend, einmal sind gewisse Lebensmittel gesund das andere mal wieder nicht. Gerade für Tänzer, die ja ihren Körper fit halten müssen, ist es aber enorm wichtig, ein paar Grundüberlegungen anzustellen. Wie soll sich der Unkundige aber in der Wirrnis der unterschiedlichsten Weisheiten auskennen? In diesem Dschungel der Ernährungstipps bleibt aber eines gewiss: Ernähren müssen wir uns. Aber wie? Vielleicht ist es vorwiegend lediglich unser Hausverstand, auf den wir hören sollten? Der Körper weiß von Beginn seiner Lebenszeit an, welche Produkte er benötigt und nach diesen verlangt es ihn auch. In der Baby- Stillzeit ist es noch die Muttermilch, nach der es uns dürstet, danach wollen wir bereits feste Nahrung, da wir ja auch die dafür vorgesehenen Schneidemesser, unsere Zähne, bekommen haben.
Gibt es aber abgesehen von diesen Grundinstinkten überhaupt so etwas wie eine „richtige“ Ernährung? Zunächst einmal werden wir durch den Werbekonsum, den es heutzutage gibt, völlig überfordert.Ein Light Produkt, jagt das nächste und jedes erhebt den Anspruch, das beste zu sein, das beste um abzunehmen, das beste um nicht zu zuzunehmen und das gesündeste ist ja sowieso jedes dieser Produkte. Ganz genau darf man sich die Beschreibungen der so genannten „tollen“ Produkte freilich nicht durchlesen, weil man dann im Grunde wirklich nichts von diesen kaufen dürfte. Vielleicht sollten wir uns doch auf unsere Urinstinktebesinnen! Früher hatten wir doch auch nicht ein derartiges Massenangebot. „Zurück zum Ursprung“, könnte die Devise heißen. Essen wir Getreide, Milchprodukte, Obst und Gemüse, ein wenig Fleisch oder Fisch und wir decken unseren Lebensmittelhaushalt vollkommen ab. So zeigt es uns ja auch die berühmte Ernährungspyramide. An der Basis dieser Pyramide, der durchaus ein gewisser Orientierungscharakter zugesprochen werden kann, stehen die Stärke enthaltenden Grundnahrungsmittel wie Brot, Reis und Nudeln. Auf der nächsten Ebene befinden sich Gemüse und Obst. Die dritte Stufe nehmen Nahrungsmittel wie Milch und Milchprodukte einerseits sowie Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Nüsse und Bohnen anderseits ein. An der Spitze stehen Fette, Öle und Zucker, von denen nur wenig konsumiert werden sollte.
Für Tänzer ist diese Art von Ernährung besonders geeignet. Es werden komplexe Kohlenhydrate aufgenommen, die lange und gleichmäßige Energie liefern, anders als die meisten „Light“ und „Fast Food“ Produkte, die ein rasches, aber kurzes Hoch liefern, dem dann aber recht bald der Abfall folgt. Aber Vorsicht! Generell gilt - wie wahrscheinlich im ganzen Leben - auch beim Essen der Leitsatz: „ Alles mit Maß und Ziel!“ Wer sich zwar an die Grundidee hält, allerdings übertreibt und zu viel zu sich nimmt, kann nicht davon ausgehen einen positiven Effekt zu erzielen. Und sogar Süßes ist erlaubt. Dieses schadet weniger, als man denkt und verhindert, dass einem z.B. nach strengem Fasten die Rechnung präsentiert wird, indem die berühmten Heißhungerattacken über den Ausgehungerten hereinbrechen. Eine ausgewogene Ernährung bewahrt uns vor diesen.
Viele unterschiedliche Weisheiten von vielen verschiedenen wichtigen oder unwichtigen Personen verwirren den Interessierten. In jeder Illustrierten finden sich tausende Tipps. Welcher davon sinnvoll ist, kann kaum allgemein entschieden bzw. beurteilt werden aber der eine oder andere Versuch kann mit Sicherheit Aufschluss über die eigene Individualität bringen, in erster Linie solltest Du aber auf deinen Körper hören und dich vor extremen Dingen und angeblichen „Wunderdiäten“ in Acht nehmen.
- Autor: Nina Steinschaden (BA)
- Gelesen: 4349 mal
- Datum: 2008-10-25
publication_date Sat, 25 Oct 2008 15:54:27 CEST - RV 692 - 16 %
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