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Frauen beim Marathon

Frauen an den Start!


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Sind Sie schon ganz wild darauf die 42 und ein paar zerquetschten Kilometer in Angriff zu nehmen?
MaxFun.cc/K.Köb

In Linz beginnt´s.…
nicht ganz, die Saison der großen österreichischen Frühlingsmarathons, findet doch der Vienna City Marathon ein knappes Monat vor seinem etwas kleineren Brüderchen in Oberösterreichs Landeshauptstadt statt (19.04. VCM, 17.05. Linz).

Wie dem auch sei, Sie, meine sehr verehrten Damen, haben sicherlich schon über Gebühr trainiert und sind ganz wild darauf, die 42 und ein paar zerquetschten Kilometer in Angriff zu nehmen. Hier und heute noch ein paar abschließende Fragen und Tipps, die Sie all die auf Sie zukommenden Mühen etwas leichter ertragen lassen werden.  

Haben Sie noch Spaß an der Sache?
Ohne wird´s nämlich ziemlich schwierig, und schwierig ist ein Marathon ohnehin schon von alleine. Natürlich können Sie nicht bei jeder Trainingseinheit lachend und vor Freude nur so strotzend durch die Gegend laufen, harte oder lange Einheiten tun nun einmal weh, und sie machen nicht zwangsläufig großen Spaß (obwohl man darüber streiten kann, es gibt genug LäuferInnen, die gerade das so lieben). Aber zumindest drei Viertel aller gelaufenen Kilometer sollten Genuss bereiten und nicht Frust. Wer nur läuft, um seine in seinem Plan vorgeschriebenen Stunden und Minuten runterzubiegen, wird über kurz oder lang aufgeben. Der Gedanke an den Marathon, an Ihr großes Ziel, sollte zumindest ein starkes Kribbeln in Ihrer Bauchgegend hervorrufen, freudiges Erwarten!  

Liegen Sie ca. im Plan?
Wer z. B. in den letzten Wochen und Monaten mehr Spaß daran hatte, anstatt der Laufeinheiten nächtelang in Diskotheken oder Bars herumzurennen, sollte seine Marathonambitionen ein wenig zurückschrauben. Waren Sie in den Winter- und Frühjahrsmonaten ein paar Mal (zu oft) krank? Hatten Sie in der Firma mehr Stress als Ihnen lieb war/ist? Stecken Sie sich getrost ein etwas leichter zu erreichendes Ziel! Zu verbissen an die Sache heranzugehen lohnt nicht!  

Tapern Sie! Wer bis zum letzten Tag vor dem Tag X wie eine Irre trainiert, powert sich unnötig aus – die Energie fehlt Ihnen dann spätestens auf der zweiten Hälfte des Marathons. Abhängig von Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrer Zielzeit/-platzierung sollten Sie mit dem Belastungsumfang in den letzten ein bis zwei Wochen vor dem Marathon hinunterfahren; intensivere Einheiten hingegen (natürlich auch von Leistungsfähigkeit und Zielzeit abhängig) sollte man bis in die letzte Woche vor dem Marathon hinein absolvieren.  

Der letzte Tag vor dem Tag X, meist ein Samstag, sollte nicht, wie Sie sich jetzt vielleicht erhoffen werden, für eine ausgiebige Shoppingtour genützt werden; zuviel langsames Herumgehen, Stehen, etc., machen Sie am nächsten Tag müde. Gehen Sie lieben 20 Minuten locker laufen, machen Sie 2-3 Steigerungsläufe, und relaxen dann vor dem Fernseher oder mit einem guten Buch. Essen Sie kohlenhydratreich (aber nicht zuviel, sonst schleppen Sie am nächsten Tag zuviel Gewicht mit sich herum – 1g KH bindet 2g Wasser!), trinken Sie ausreichend, machen Sie aber nichts, was ungewohnt ist; wer z. B. niemals zum Bowling geht und meint, am Abend vor dem Marathon wäre das eine nette Alternative zum sonst absolvierten Fitnesstraining, der irrt gewaltig; mit einem derartigen Muskelkater, den Sie dann am nächsten Tag hätten, kämen Sie niemals auf die Idee, freiwillig auch nur 2 km zu laufen.  

Eher sollten Sie am Abend davor noch einmal tüchtig Körperpflege betreiben; Beine usw. rasieren, schließlich möchte man ja auch topp aussehen, wenn man als Erste durchs Ziel läuft, Fußnägel schneiden (aber Obacht, nicht verletzen so knapp vor dem Rennen), Laufgewand, Startnummer und Sicherheitsnadeln (oder Gurt) checken; mit Freunden und Verwandten telefonieren, fragen, ob diese eh am vereinbarten Streckenteil stehen und lauthals „Buh“, ah, „Hoppauf“ rufen, ob man sich nachher eh wie vereinbart im beliebten Schanigarten trifft um zu feiern und dergleichen.

Wenn Sie all das berücksichtigen, kann nicht mehr viel schiefgehen, außer, dass Sie komplett eingehen, aufgeben, sich irgendwo übergeben, in einen Sturz verwickelt werden, einen Ellbogencheck eines Mitläufers verpasst bekommen, den Chip zu Hause vergessen, zu spät zum Start kommen, sich einen fürchterlichen Wolf laufen oder einfach (zu) schlecht drauf sind…      




  • Autor: Christian Kleber (Mas)
  • Link: http://woman.MaxFun.at
  • Gelesen: 13828 mal
  • Datum: 2009-04-07
    publication_date Tue, 07 Apr 2009 14:31:42 CEST
  • RV 1949 - 14 %
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